Echte Naturkosmetik aus dem Norden
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Echte Naturkosmetik

by in Keren Happuk 2. September 2020

Warum schreibt ihr „echte Naturkosmetik“? Gibt’s auch unechte?

Kurze Antwort: Ja, unserer Meinung nach gibt es Kosmetik, die sich den Anschein gibt, natürlich zu sein. Kosmetika setzen sich aus vielen Inhalts- und Hilfsstoffen zusammen, und so ist die Definition, was denn noch als natürlich anzusehen ist, auf jeden Fall komplex und für den Verbraucher leider sehr unübersichtlich.

Der Begriff „Naturkosmetik“ ist nicht gesetzlich geschützt. Hersteller und Verbände definieren selbst, was sie darunter verstehen – und das kann schon einigermaßen unterschiedlich sein.

Naturkosmetik unterliegt – wie sämtliche Kosmetika – der EU-Kosmetik-Verordnung. Diese enthält Bestimmungen zu Sicherheits- und Kennzeichnungsanforderungen. Außerdem enthält sie sogenannte Stofflisten mit zugelassenen und eingeschränkt zugelassen Inhaltsstoffen für Kosmetika, sowie Positivlisten (also was enthalten sein darf) für Konservierungsstoffe, UV-Filter und Farbstoffe. Die EU-Kosmetik-Verordnung enthält jedoch keinen speziellen Passus zur Naturkosmetik.

Irreführend darf der Begriff „Naturkosmetik“ aber trotzdem nicht verwendet werden. In Deutschland sowie anderen Ländern in der EU gibt es Regelungen, die den Verbraucher vor Täuschung schützen. So bieten nun einige Hersteller ihre Produkte unter dem Kunstbegriff „naturnahe Kosmetik“ an. Unsere Meinung: Wenn schon Naturkosmetik, dann richtig und nicht einfach nur naturnah. Wer sich nicht traut, den Begriff Naturkosmetik zu verwenden und sich auf solche Kunstbegriffe versteigt, dem gehört ein gerüttelt Maß an Misstrauen entgegengebracht. Um sich hier abzugrenzen, benutzt Keren Happuk sogar den Begriff „echte Naturkosmetik“.

Gut zu wissen: Der Hersteller eines kosmetischen Produktes wird dafür verantwortlich gemacht, dass die Erwartungen des Verbrauchers an das Produkt erfüllt werden. Irreführende oder unwahre Behauptungen sind verboten. Und nur wenn sich eine ausgelobte Wirkung wissenschaftlich belegen lässt, darf damit auch geworben werden.

Der Verbraucher darf also erwarten, dass die Inhaltsstoffe von Naturkosmetik einen natürlichen – also pflanzlichen, tierischen oder mineralischen – Ursprung haben. Aber, wie gesagt, Fragen bleiben: Betrifft das alle Inhaltsstoffe oder nur die Hauptinhaltsstoffe? Auch Hilfsstoffe? Was ist mit Emulgatoren, Konservierungsstoffen und Duftstoffen? Welcher Mindestanteil wäre vonnöten? Müssen es natürliche Inhaltsstoffe sein oder genügen auch naturidentische? Nichts davon ist für den Begriff „Naturkosmetik“ geregelt, jedenfalls nicht nach der EU-Kosmetik-Verordnung.

Übrigens, wenn jetzt die Alarmglocken bei dem Begriff „tierischer Ursprung“ klingeln: Vegan ist auch Naturkosmetik nicht unbedingt. Wichtig ist aber: Nach der EU-Kosmetik-Verordnung sind Tierversuche für Kosmetika und kosmetische Inhaltsstoffe seit 2013 grundsätzlich verboten. Ebenso ist der Verkauf solcher an Tieren getesteter Produkte in der EU verboten; es dürfen also entsprechende Kosmetika aus dem Ausland nicht in die EU eingeführt werden. Leider haben einige Hersteller von Kosmetika jedoch ein Schlupfloch gefunden, nämlich REACH. REACH ist eine Verordnung, welche die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien in der EU regelt – und in einem Passus die Bestimmung der EU-Kosmetik-Verordnung zu Tierversuchen aushebelt. Es macht also immer noch durchaus Sinn, auf entsprechende Herstellerangaben zum völligen Verzicht auf Tierversuche zu achten. Selbstverständlich kommt echte Naturkosmetik von Keren Happuk völlig ohne Tierversuche aus.

Und noch etwas zum Begriff „mineralischer Ursprung“: Auf Mineralölen basierende Stoffe, wie z.B. Paraffine, sind aufgrund ihrer vermutlich teilweise krebserregenden und erbgutverändernden Wirkung stark in Verruf geraten und gehören selbstverständlich nicht in echte Naturkosmetik. Die entscheidende Rolle spielen gesättigte und aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH und MOAH = Mineral Oil Saturated Hydrocarbons und Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons). Diese sollten in echter Naturkosmetik überhaupt nicht enthalten sein, auch nicht als Hilfsstoffe (z.B. Lösungsmittel oder Emulgatoren). Insbesondere Lippenstifte enthalten oft hohe Konzentrationen von MOSH und MOAH, die natürlich in den Mund und von dort in den Körper gelangen. Interessanterweise ist die Struktur solcher mineralölbasierten Stoffe der unserer Haut sehr unähnlich und damit keinesfalls pflegend. Meist verbleiben diese Stoffe recht lang auf der Hautoberfläche, wo sie eben nur oberflächlich das Gefühl vermitteln, der Haut etwas Gutes getan zu haben. Warum werden solche Stoffe auf Mineralölbasis überhaupt eingesetzt? Vor allem deshalb, weil sie haltbar, billig und in Massen erhältlich sind. Wenn in den INCI-Angaben (INCI = International Nomenclature Cosmetic Ingredients) eines kosmetischen Produktes folgende Inhaltsstoffe genannt werden, sollte man unserer Meinung nach die Finger davon lassen: Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Ceresin, Vaseline. Auch hier gilt: Echte Naturkosmetik von Keren Happuk enthält natürlich keinen dieser Inhaltsstoffe.

Zum Schluß noch eins: Naturkosmetik ist nicht gleichzusetzen mit „Bio“. Auch in echter Naturkosmetik können durchaus natürliche Inhaltsstoffe vorhanden sein, die nicht aus Bio-zertifiziertem Anbau oder aus zertifizierter Wildsammlung stammen. Manche natürliche Rohstoffe sind sogar überhaupt nicht in Bio-Qualität erhältlich oder die Wildsammlung ist so wild, dass sie nicht zertifiziert werden kann. Somit ist schon die Auswahl an Bio-zertifizierten Inhaltsstoffen stark eingeschränkt. Daher werden nur die wenigsten Kosmetika, auch Naturkosmetika, zu 100% Bio-zertifizierte Inhaltsstoffe aufweisen.

Wem das jetzt zu ausführlich war oder wer nicht mehr weiß, woran er nun echte Naturkosmetik erkennen kann: Einen Hinweis geben auf jeden Fall Zertifizierungen von seriösen Verbänden oder Instituten, wie z.B. NCS. Diese setzen Standards, welche Hersteller einhalten müssen, um solch ein begehrtes Naturkosmetik-Zertifikat verwenden zu dürfen. Hier findet Ihr noch ausführlichere Informationen zu diesem Thema: https://authentic-eco.com/zertifizierte-naturkosmetik-siegel-ueberblick/

Ihr könnt es Euch aber auch einfach machen: Bei allen Produkten von Keren Happuk, also auch bei Pure Nordic Berries, handelt es sich um echte Naturkosmetik, die nach dem NCS Standard hergestellt wurde. Mehr Informationen zum NCS Standard findet Ihr hier: https://gfaw.eu/ncs/

Ganz praktisch bedeutet das für Euch: Wenn Ihr Naturkosmetik von Keren Happuk verwendet – wie z.B. Pure Nordic Berries – könnt Ihr Euch bei folgenden Punkten sicher sein:

  • kein Mikroplastik
  • weder aus noch durch Gentechnik hergestellt
  • keine Parabene, Silikone, PEGs oder Phtalate
  • keine Tierversuche
  • keine radioaktive Bestrahlung
  • nur natürliche Duftstoffe und pflanzliche Extraktionsmittel
  • Palmöl müsste zertifiziert sein, aber das verwenden wir grundsätzlich nicht
  • umweltfreundliche Verpackung