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Aluminiumverpackung

by in Keren Happuk 26. August 2020

Warum verwendet Ihr Aluminium?
Ist das nicht gefährlich für die Haut?
Ist das wirklich umweltfreundlich und ressourcenschonend?

Gute Fragen! Nicht leicht zu beantworten – aber wir haben uns die Entscheidung für unsere Verpackung auch nicht leicht gemacht.Tatsache ist, dass Aluminium das dritthäufigste Element in der Erdkruste und das am häufigst vorkommende Metall ist. Und in unserem Körper befinden sich typischerweise 30 – 50 mg Aluminium.

Eine relativ große Menge an Aluminium, nämlich zwischen 1 und 15 mg, nehmen wir mit dem täglichen Essen und Trinken in uns auf, denn auch Pflanzen und andere Nahrungsmittel enthalten Aluminium. Das bedeutet für viele von uns, dass wir allein mit unserer Nahrung schon eine höhere als unbedenklich geltende Dosis Aluminium in uns aufnehmen. Durch den Magen-Darm-Trakt aufgenommenes Aluminium wird allerdings zu ca. 60% schon innerhalb eines Tages wieder ausgeschieden.

Übrigens: Alu-Folie reagiert insbesondere mit sauren und salzigen Lebensmitteln, so dass diese mit Aluminium kontaminiert werden. Auch große Hitze begünstigt die Reaktion; vom Grillen auf Alu-Schalen ist daher abzuraten.

Ob und wieviel Aluminium auch durch die Haut aufgenommen wird, hängt im wesentlichen von zwei Faktoren ab:

Ist die Haut gesund und unverletzt oder ist sie beschädigt (z.B. nach einer Rasur)?

Gesunde Haut nimmt ca. 0,5% des in einem Produkt befindlichen Aluminiums auf, beschädigte Haut bis zu 18%. Es macht also einen riesigen Unterschied, ob ich mir ein aluminiumhaltiges Deo unter die frisch rasierten Achseln sprühe oder auf gesunde, nicht rasierte Haut.

Aufgepasst: Neben etlichen Deos und Antitranspirantien enthalten vor allem aufhellende Zahncremes und Sonnschutzmittel relativ hohe Mengen an Aluminium; auch in Lippenstiften und Lidschatten kann Aluminium enthalten sein.

Handelt es sich um reines Aluminium bzw. nicht lösliche Aluminiumverbindungen oder um wasserlösliche Aluminiumsalze?

Wasserlösliche Aluminiumsalze erkennt man an den folgenden INCIs:

  • Aluminium Chlorohydrat
  • Aluminium Zirconium Tetrachlorohydrex Glycine
  • Aluminium Zirconium Trichlorohydrex Glycine
  • Aluminium Stearate
  • Aluminiumchlorohydrat (Aluminiumhydroxychlorid)

Solche wasserlöslichen Aluminiumsalze können viel leichter und in größeren Mengen durch die Haut resorbiert werden als reines Aluminium.

Gut zu wissen: Tuben aus reinem Aluminium, wie sie für Lebensmittel und Kosmetika – also auch von Keren Happuk – verwendet werden, haben innen eine spezielle Beschichtung, so dass das Produkt nicht einmal mit dem Aluminium in Berührung kommt.

Bleibt die Frage, wie umweltfreundlich und resourcenschonend Aluminium ist.

 Fest steht: Sowohl die Gewinnung als auch die Herstellung von Aluminium ist auf jeden Fall sehr energieaufwändig.

Trotzdem gibt es einiges, was für Aluminium in der Verpackung spricht. Denn neben der Betrachtung von Aluminium stellt sich natürlich gleichzeitig die Frage nach den Alternativen – und das sind im wesentlichen Kunststoff und Glas. Schließlich gibt es in der EU eine Kosmetikverordnung, welche u.a. die Konservierung von Kosmetika regelt. Und das ist auch gut so, schließlich will sich niemand ranzige Cremes ins Gesicht schmieren. Ganz ohne Verpackung geht es also nicht; man muss die Verwendung von Alumimium daher im Vergleich mit anderen Verpackungsmaterialien sehen.

Während andere Materialien (wie Kunststoff) bei jedem Recyclingvorgang an Qualität verlieren, ist Aluminium zu 100 % recycelfähig und das umgeschmolzene Aluminium steht dem Primär-Aluminium in nichts nach. Einmal gewonnenes Aluminium steht dem Wertstoffkreislauf also fortwährend zur Verfügung.

Am resorcenschonendsten ist natürlich das Material, das gar nicht erst hergestellt werden muss. Da ist doch interessant zu wissen, dass sich heute noch ca. 75 % des gesamten, jemals produzierten Aluminiums im Umlauf befinden! Wir halten das für sehr nachhaltig.

Gerade weil Alumimium in der Herstellung relativ teuer ist, wird sehr auf das Recycling geachtet. So liegt die Recyclingrate von Aluminium in Deutschland bei über 90%.

Was uns darüber hinaus überzeugt: Die Wiederverwertung von Aluminium benötigt nur 5% des Energieaufwands wie die Erstherstellung.

Zum Vergleich

Verpackungen aus Kunststoff sind theoretisch zwar ebenfalls recyclebar, in der Praxis wird ein Großteil davon, nämlich fast 60%, verbrannt statt recycelt. Oder es landet illegal auf irgendwelchen Müllkippen in der 3. Welt und viel zu oft in unseren Ozeanen, wie man leider immer wieder liest und hört. Hier erfahrt Ihr mehr zu unserem Engagement für weniger Plastik in den Weltmeeren: www.ozeankind.de

Die Reyclingrate von Glas ist zwar fast so hoch von die von Aluminium; sie liegt bei über 80%.

Aber: Der Energieaufwand für recyceltes Glas ist nur unwesentlich geringer als der für Primärglas.

Darüberhinaus ist Glas sehr viel schwerer als Alumimium, was sich wiederum negativ auf den Energieverbrauch beim Transportweg auswirkt.

Fazit

Nach Abwägung aller Fakten und uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, haben wir uns unter anderem für Aluminium in unseren Verpackungen entschieden. Da, wo der Einsatz von Aluminium nicht oder nur schwer möglich ist, setzen wir auf Glas. Den Einsatz von Kunststoffen (Plastik) versuchen wir weitestgehend zu vermeiden.